VON KLEIN AUF IMMUN
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Katrin Pommer Züricher Str. 14 06128 Halle(Saale) Tel.: 03 45) 131 96 21 FAX: (03 45) 1 31 96 28 E-mail: post@kjhev.de |
Aktueller Flyer Teil 1 Teil 2 |
Das Projekt: „Von klein auf immun“
Zielgruppe:
Das Vorhaben wendet sich an Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund,
mit und ohne Behinderungen, lernbehinderte und sozial benachteiligte Kinder
und Jugendliche im Sozialraum Süd. Erweiternd an LehrerInnen, Eltern
und Multiplikatoren als Netzwerk und Kooperationspartner.
Begründung für den Bedarf eines solchen
Projektes:
In den vergangenen Wochen und Monaten mussten wir verstärkt feststellen,
dass der Alltagsrassismus in der Gesellschaft und vor allen in unserem Wohnumfeld
neue Formen und Strukturen aufzeigt. Waren es bisher vor allen Jugendliche,
welche an Äußerlichkeiten und ihrem Auftreten deutlich zu erkennen
waren, sind es in jüngster Zeit verstärkt Erwachsene. Die NPD
geht zum Beispiel verstärkt in die Öffentlichkeit, hält Infostände
ab, ist bei öffentlichen Foren präsent und tritt auch offensiv
im Internet auf. So engagieren sie sich in Elterninitiativen, Sportvereinen
und im Wohngebiet.
Ein Teil der Jugendlichen zeigen Ansätze rechten Gedankengutes, welches
aus Alltagsrassismus resultiert, ohne selbst politisch aktiv zu sein.
Wir konnten feststellen, das häufig bereits im Vorschulalter der Grundstein
für ein solches Verhalten gelegt wird. Die präventiven Erziehungsmaßnahmen
sind am effektivsten, wenn sie bereits in der Kindheit beginnen. Mit zunehmendem
Lebensalter wird es schwieriger, das Problem durch Vorbeugung anzugehen.
Deshalb wollen wir mit unserem Projekt sowohl im Grundschul-/ Hortbereich
mit den Kindern arbeiten, als auch ErzieherInnen, LehrerInnen und SozialarbeiterInnen
für diese Problematik sensibilisieren.
Die Vorhabensziele:
Bei unserem Projekt lassen wir uns von folgenden Grundgedanken leiten:
- Wissen ist die wichtigste Prävention – Wissen hilft gegen Vorurteile
- Positiv vermittelte Erfahrungen mit einer pluralen Gesellschaft vorleben
- Glaubwürdiges Einstehen für Menschenrechte und demokratische
Grundwerte.
In Teilen der Elternhäuser und im unmittelbaren Freizeitbereich der
Kinder werden sie mit Begriffen und Erscheinungen konfrontiert, welche sie
nicht verstehen können
Die Themen „Gewalt“ und „Anders sein“, sollen über
das Spiel, gruppendynamische Interaktion und verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten
mit den Kindern bearbeitet werden. Dabei werden die eigenen Erfahrungen
der Kinder in der Klasse, der Gruppe, der Familie und im Wohnumfeld mit
ihnen diskutiert. Ihre Handlungen und Konflikte sollen den Ausgangspunkt
bilden, um gemeinsam soziale Kompetenzen zu stärken. Im Ergebnis wollen
wir mit den Kindern gemeinsame Strategien entwickeln.
Ein weiterer Schwerpunkt soll das miteinander Leben von Behinderten und
Nichtbehinderten, als auch das der verschiedenen Kulturen, Nationalitäten
und Religionen bilden. Der überwiegende Teil unserer Kindertagesstätten
und Grundschulen sind multikulturelle Einrichtungen, welche der Integration
dienen. Dabei verstehen wir den Begriff Integration allumfassend: d.h. ein
alltagstaugliches Miteinander von Kindern unabhängig von Handicaps,
Geschlecht, Migrationshintergrund oder sozialen Auffälligkeiten.
Wir wollen den Kindern verdeutlichen, was es heißt, Anders oder Außenseiter
zu sein. Aggressionen und Intoleranz sollen in Übungen selbst erlebt
werden.
Unser Augenmerk legen wir dabei auf Grundschulen und Horte in sozialen Brennpunktgebieten.
Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ihnen.

