VON KLEIN AUF IMMUN


Katrin Pommer
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Gegen rechtes und intolerantes
Gedankengut kann man leider niemanden immunisieren,
andererseits gibt es vielfältige Möglichkeiten der Vorbeugung.
Aktueller Flyer Teil 1 Teil 2

Das Projekt: „Von klein auf immun“

Zielgruppe:
Das Vorhaben wendet sich an Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Behinderungen, lernbehinderte und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche im Sozialraum Süd. Erweiternd an LehrerInnen, Eltern und Multiplikatoren als Netzwerk und Kooperationspartner.

Begründung für den Bedarf eines solchen Projektes:
In den vergangenen Wochen und Monaten mussten wir verstärkt feststellen, dass der Alltagsrassismus in der Gesellschaft und vor allen in unserem Wohnumfeld neue Formen und Strukturen aufzeigt. Waren es bisher vor allen Jugendliche, welche an Äußerlichkeiten und ihrem Auftreten deutlich zu erkennen waren, sind es in jüngster Zeit verstärkt Erwachsene. Die NPD geht zum Beispiel verstärkt in die Öffentlichkeit, hält Infostände ab, ist bei öffentlichen Foren präsent und tritt auch offensiv im Internet auf. So engagieren sie sich in Elterninitiativen, Sportvereinen und im Wohngebiet.
Ein Teil der Jugendlichen zeigen Ansätze rechten Gedankengutes, welches aus Alltagsrassismus resultiert, ohne selbst politisch aktiv zu sein.
Wir konnten feststellen, das häufig bereits im Vorschulalter der Grundstein für ein solches Verhalten gelegt wird. Die präventiven Erziehungsmaßnahmen sind am effektivsten, wenn sie bereits in der Kindheit beginnen. Mit zunehmendem Lebensalter wird es schwieriger, das Problem durch Vorbeugung anzugehen. Deshalb wollen wir mit unserem Projekt sowohl im Grundschul-/ Hortbereich mit den Kindern arbeiten, als auch ErzieherInnen, LehrerInnen und SozialarbeiterInnen für diese Problematik sensibilisieren.

Die Vorhabensziele:
Bei unserem Projekt lassen wir uns von folgenden Grundgedanken leiten:
- Wissen ist die wichtigste Prävention – Wissen hilft gegen Vorurteile
- Positiv vermittelte Erfahrungen mit einer pluralen Gesellschaft vorleben
- Glaubwürdiges Einstehen für Menschenrechte und demokratische Grundwerte.
In Teilen der Elternhäuser und im unmittelbaren Freizeitbereich der Kinder werden sie mit Begriffen und Erscheinungen konfrontiert, welche sie nicht verstehen können
Die Themen „Gewalt“ und „Anders sein“, sollen über das Spiel, gruppendynamische Interaktion und verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten mit den Kindern bearbeitet werden. Dabei werden die eigenen Erfahrungen der Kinder in der Klasse, der Gruppe, der Familie und im Wohnumfeld mit ihnen diskutiert. Ihre Handlungen und Konflikte sollen den Ausgangspunkt bilden, um gemeinsam soziale Kompetenzen zu stärken. Im Ergebnis wollen wir mit den Kindern gemeinsame Strategien entwickeln.
Ein weiterer Schwerpunkt soll das miteinander Leben von Behinderten und Nichtbehinderten, als auch das der verschiedenen Kulturen, Nationalitäten und Religionen bilden. Der überwiegende Teil unserer Kindertagesstätten und Grundschulen sind multikulturelle Einrichtungen, welche der Integration dienen. Dabei verstehen wir den Begriff Integration allumfassend: d.h. ein alltagstaugliches Miteinander von Kindern unabhängig von Handicaps, Geschlecht, Migrationshintergrund oder sozialen Auffälligkeiten.
Wir wollen den Kindern verdeutlichen, was es heißt, Anders oder Außenseiter zu sein. Aggressionen und Intoleranz sollen in Übungen selbst erlebt werden.
Unser Augenmerk legen wir dabei auf Grundschulen und Horte in sozialen Brennpunktgebieten.

Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ihnen.